AIDS verändert die Welt.

Die ersten Fälle einer neuen Immunschwächekrankheit wurden 1981 in den USA diagnostiziert. „AIDS“ wurde 1982 definiert, das Virus selbst 1984 identifiziert.

Red RibbonSeither haben sich mehr als 60 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, davon sind ca. 20 Millionen gestorben. Ende des Jahres 2004 lebten weltweit 39,4 Millionen Menschen mit HIV. 4,9 Millionen haben sich 2004 neu mit HIV infiziert, das sind 13.700 pro Tag. 3,1 Millionen sind an AIDS gestorben, das entspricht 8.500 Menschen pro Tag. Mehr als 90% der HIV-infizierten Menschen leben in Entwicklungsländer.

Die weltweit am stärksten von HIV/AIDS betroffene Region ist Afrika südlich der Sahara. Im Jahr 2004 lebten dort 25,4 Millionen Menschen mit HIV, es starben 2,3 Millionen Menschen an AIDS, das sind mehr als 6.500 Menschen täglich und es infizierten sich 3,1 Millionen Menschen neu mit dem HIV. Damit weist diese Region bei einem Anteil von 10% der Weltbevölkerung 65% aller HIV Infizierten und 75% aller AIDS-bezogenen Todesfälle auf. HIV / AIDS ist die häufigste Todesursache in Afrika südlich der Sahara. Im südlichen Afrika werden schätzungsweise 55% der heute 15-jährigen Jungen in ihrem Leben mit HIV infiziert werden.

AIDS in Afrika ist eine sehr heterogene Epidemie bezüglich ihrer Intensität, Geschwindigkeit der Ausbreitung und Folgen für die Menschen, wofür eine Kombination von verschiedenen Faktoren verantwortlich ist: Armut, soziale Instabilität, Zusammenbruch traditioneller familiärer Strukturen, hohe Promiskuität, Status der Frauen, sexuelle Gewalt, hohe Mobilität, Stigmatisierung, fehlende Aufklärung und mangelnder politischer Wille zur Bekämpfung von HIV / AIDS.

Quelle: „AIDS- eine Krankheit verändert die Welt“, Christoph Benn, Sonja Weinreich, Verlag Otto Lembeck, 2005, Seite 20 ff.